Trost

Seit Tagen schütteln mich Schreckensbilder hinter meinen Augenlidern, wie mein kleiner Cousin leblos daliegt.
Die Angst durchzieht meinen Körper. Die Angst, die Welt, die Menschen schaffen doch noch das Gleiche mit mir.
Albträume durchziehen meine Tage und Nächte; machen mich taub. Widerlichkeit färbt die Menschen grau.

Doch Einer spricht klar mit mir, lässt mich ausreden, hat Geduld; hält mir nicht Seins hin, spielt keine Komödie, fragt und hört zu – viele Stunden. Ich bin umarmt ohne Umarmung – beruhige mich etwas.

Der Schmerz und die Unsicherheit sitzen tief. Aber Hilfe ist da. Die gebrauchte Hilfe, ist keine Zerstreuung, keine Darbietung und kein Diskurs. Der Trost ist im Hier und Jetzt; im Du und Ich. Und im darüber Reden.

In den nächsten Tagen kommt anwesende Unterstützung dazu, die mir in einer weiteren, sehr schweren und bedrohlichen Lebenssituation hilft.
Ich muss nur immerzu denken: Warum hatte er sie nicht?

Warum hatte er keinen Trost?

Leider bin ich mir allzu gewahr warum und es droht mich zurück in ihr Dunkel zu reißen.

Trost gibt es. Trost gibt es nicht.

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