Die weiße Wand

 

Welcher Tag eignet sich besser, als ein Sonntag, um mit der Arbeit zu beginnen.

Meist besteht die erste Ausführung einer Künstlerin / eines Künstlers, da zu stehen – oder zu sitzen – und die weiße Leinwand anzustarren.
Das erste Indiz dafür, warum der Beruf KunstmalerIn immernoch nicht als richtiger Beruf ernst genommen wird.
Die kreativste Arbeit, liegt in der Schlüsselaufgabe, so auszusehen, als würde man ins Leere starren und nichts tun.
Das eigentliche Malen findet im Kopf statt.
Visualisierung von Proportionen, ist Eines der technischeren Vorgänge und findet im Hirnbereich für räumliches Empfinden statt. Ja, gerechnet wird dabei auch noch ein wenig. Doch die Vorstellungskraft, die allenorts gleichermaßen geliebte und geächtete Phantasie.. das Abstrakte Erschaffen… die eigentliche Schöpfungsgabe…
die findet in einem schweigenden, schwebenden Raum der Seele statt, den zu ergründen nur die Wagemutigsten versuchten und sich doch am Ende ergebend mit der Tatsache zufrieden geben mussten, dass dies nur in einzelnen Eindrücken möglich ist. Jedes Bild das wir sehen, ist ein fotografisches Zeugnis dieses Ortes, der uns sein Ganzes – in Einem – nie preis geben wird.
Versuchen wir ihn von außen zu betrachten, sehen wir eine weiße Wand. Und manchmal ist diese Wand der Eingang.
So lasset mich starren.

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